Immobilien in der Region weiter hochpreisig – Neubau treibt Kosten deutlich nach oben

Immobilien in der Region weiter hochpreisig – Neubau treibt Kosten deutlich nach oben 08. Juni 2026 Preise bleiben stabil hoch, Neubauten setzen SpitzenwerteRosenheim steht weiterhin an der Spitze der regionalen Immobilienpreise. Wer ein Eigenheim oder eine Neubauwohnung sucht, trifft auf ein angespanntes Angebot und hohe Finanzierungsanforderungen. Experten betonen zwar eine leichte Erholung des Marktes und mehr Bautätigkeit, zugleich machen Quadratmeterpreise und Eigenkapitalhürden vielen Kaufinteressenten zu schaffen.Bestandsimmobilien: stabile Nachfrage, hohe EinstiegspreiseIn der Stadt Rosenheim lagen angebotene gebrauchte Einfamilienhäuser zuletzt häufig bei rund 950.000 Euro; die Spanne reichte von etwa 680.000 Euro bis zu Ausreißern um 1.250.000 Euro. Im Landkreis fallen die Preise moderater aus, typische Angebote bewegen sich zwischen 650.000 und 1.150.000 Euro. Wasserburg zählt zu den vergleichsweise günstigeren Orten, dort wurden gebrauchte Einfamilienhäuser teils ab etwa 600.000 Euro gehandelt.Doppelhaushälften, Reihenhäuser und WohnungenDoppelhaushälften und Reihenhäuser sind tendenziell günstiger als freistehende Einfamilienhäuser. In der Stadt liegen die Angebotspreise häufig zwischen 500.000 und 800.000 Euro, im Landkreis im Mittel bei etwa 660.000 Euro. Auffällig ist jedoch, dass Neubauten deutlich teurer sind: Neubau-Doppelhaushälften werden in Wasserburg im Schnitt sogar bei rund 800.000 Euro angeboten, im Landkreis bei 770.000 Euro und in Rosenheim bei rund 790.000 Euro.Bei Wohnungen sind die Abstände ähnlich: Bestandswohnungen in der Stadt notieren pro Quadratmeter häufig zwischen 3.200 und 5.500 Euro, der Durchschnitt liegt bei etwa 4.300 Euro. Auf dem Land sind Quadratmeterpreise etwas niedriger. Für neu gebaute Wohnungen verlangt der Markt in Rosenheim durchschnittlich etwa 7.200 Euro pro Quadratmeter, mit Minimalwerten um 6.000 Euro und Spitzenpreisen bis zu 8.000 Euro.Finanzielle Hürden bleiben großFinanzexperten weisen darauf hin, dass neben dem Kaufpreis zwei Faktoren entscheidend sind: Einkommen und Eigenkapital. Als Faustregel empfehlen sie mindestens 20 Prozent des Kaufpreises plus Nebenkosten als Eigenkapital, besser 25 bis 30 Prozent. Vor zehn Jahren gelang dies noch einem deutlich größeren Anteil junger Käufer als heute. Wer weniger Eigenkapital hat, ist auf ein sicheres und überdurchschnittliches Einkommen angewiesen; Belastung durch Zins und Tilgung sollte langfristig 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht dauerhaft übersteigen.Marktzeichen: mehr Transaktionen, mehr BauanträgeTrotz der Belastungen beobachten Sparkassen und Verbände positive Signale: Die Zahl der Immobilientransaktionen stieg in Bayern und auch in der Region zuletzt wieder, und die Planungen sowie Baugenehmigungen nehmen zu. Die Experten warnen jedoch, die Bautätigkeit nicht nachlassen zu lassen, um der anhaltend hohen Nachfrage gerecht zu werden.In Rosenheim bleibt das Fazit nüchtern: Für viele bleibt der Traum vom Eigenheim realisierbar, wenn Käufer bei Lage, Größe und Ausstattung Kompromisse eingehen und finanziell konservativ planen. Für Neubauinteressenten bedeutet das vor allem eines: deutlich tiefer in die Tasche greifen. Der Bericht stützt eine Nachricht von: rosenheim24.de



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